Day by day - Fight homophobia!

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Bullet Feminismus, Antisexismus und Gender

Geschrieben von: sub

In fast allen Teilen dieser Welt werden LesBiGayTransgenderQueer* (LBGTQ*) - Personen systematisch diskriminiert. In vielen Ländern sind sie mit Strafverfolgung konfrontiert. Repression, Verfolgung, Gewalt, sei es durch Behörden, sei es durch einen homophoben Mob, oder durch gewaltige gesellschaftliche Normen, zählen für viele HomoBiTransgender Personen zur täglichen Bedrohung. Und in nicht wenigen Ländern dieser Welt wird HomoBiTrans-sexualität mit lebenslanger Haft oder der Todesstrafe bedroht.

If I can't dance it's not my revolution!

Die Regenbogenparade 2010 soll Anlass sein ausgelassen zu tanzen, präsent zu sein und zu feiern, dass sich LBGTQ* hierzulande zumindest meistens frei bewegen und für ihre Rechte eintreten können, ohne jeden Tag um ihr Leben fürchten zu müssen. Sie soll Anlass zur Freude sein, weil hierzulande mittlerweile alle Straftatbestände die sich direkt gegen Homosexuelle richteten aufgehoben sind. Allerdings gibt es auch hier staatliche Repression und institutionalisierte Homophopie wie etwa der unsägliche Paragraph 207b, der Ersatzparagraph für Paragraph 209 (abgeschafft 2002), der bisher beinahe ausschließlich gegen homosexuelle Paare angewandt wurde. Wenn das Rote Kreuz die Annahme von Blutspenden von Homose- xuellen ablehnt, wenn die rechtliche Diskrimierung von LBGTQ*s in vielen Feldern fortgeführt wird (Adoption,”Eingetragene Partnerschaft...), wenn homophobe Muster in der Bevölkerung andauernd wiederholt werden, und Tag für Tag die Gefahr von Übergriffen präsent ist, dann wird klar, dass der Kampf noch lange nicht zu Ende ist.

If I can't have a revolution, what is there to dance about?

Die Regenbogenparade soll und muss auch Anlass sein für die Rechte und Freiheiten von LBGTQ*s vor Ort und anderswo einzutreten. Deshalb ist es uns wichtig die Situation in verschiedenen Teilen dieser Welt darzustellen und gerade hier auf der Regenbogenparade zu thematisieren. Homophobie und Sexismus müssen bekämpft werden – überall und jeder Zeit!

Hier nur einige Homo-, Bi- und Transphobe Ereignisse aus jüngster Zeit:

Die letzten drei pride-parades in Budapest wurden von rechtsradikalen u.a. mit Molotowcocktails attackiert, die rechtsradikalen skandierten Sprüche wie:„Schwuchteln in die Donau, und danach die Juden“. Im Vorfeld der Parade 2008 wurde eine Queer-Bar und ein Büro der Organisator_innen mit Molotowcocktails angegriffen. 2009 versuchte die rechtsradikale Partei Jobbik („Movement for a Better Hungary“) und ihr paramilitärischer Arm die „Magyar Gárda “ in Zusammenarbeit mit anderen rechten Gruppen die Parade mit „allen erforderlichen Mitteln“ zu verhindern. Dank der massiven Polizeipräsenz, der Großräumigen Absperrung und der „Einzäunung“ der gesamten Parade kam es zu keinen direkten Angriffen auf die Parade, jedoch lieferten sich etwa 300 Neonazis Straßenschlachten mit den Polizei. Einige Paradeteilnehmer_innen wurden auf dem Heimweg verprügelt. Auch ein LGTB* Aktivist aus England kam am Rande der Parade in eine Schlägerei mit Neonazis und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Rainbow Pride Bratislava 2010, die erste Gay-Pride seit der Unabhängigkeit 1993, mit etwa 500 Teilnehmer_innen, konnte auch ihre geplante Route nicht abhalten, nachdem ein Rechtsextremist die grüne EU-Politikerin Ulrike Lunacek mit einem Stein beworfen hatte. Zuvor war auch eine Gasgranate Explodiert. In den wochen vor der Parade hetzte vor allem die nationalistische „Slowakische Nationalpartei“ gegen die Parade. Die rechtsextreme "Slovenska Pospolitost" (Slowakische Gemeinschaft) veranstalltete eine Gegendemo. Wie in den meisten europäischen Ländern, gibt es auch in der Slowakei keine rechtliche Gleichstellung.

Seit 2006 wurde in Moskau kein CSD (Christopher Street Day) mehr zugelassen. Offizielle Begründung: Laut Stadtverwaltung könne nämlich aufgrund der russischorthodoxen und neonazistischen Gegendemonstrant_innen, die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden. Wohl aber auch, weil Moskaus Bürgermeister, die CSD als „satanisches Treiben“ bezeichnete. LBGTQ*-Aktivist_innen gehen trotzdem jährlich auf die Straße. Diese kleinen Demos wurden dann meist von einem homophoben Mob angegriffen und schließlich von der Polizei abgeführt. Im Mai 2010 gab es jedoch einen großen Erfolg, nachdem die Parade wieder (rechtskräftig) Verboten wurde, und nach langem „Verstckspiel“ mit   Polizei, Geheimdienst und mehreren gesperrten U-Bahn-Stationen, schafften es doch 30 Aktivist_innen eine kurze Pride durch die Innenstadt zu machen.
In Russland sind die Rechte von LBGTQ*-Personen gefährdet, von immer stärker werdenden Einschränkungen der Menschenrechte, die Medien zensuriert, DissidentInnen verfolgt. Der Platz für eine offene Diskussion über Homosexualität ist dementsprechend beschränkt. Die (repressiven) Angriffe auf die Moscow Pride sind Symptom für eine um sich greifende Homophobie und einen generellen Rückschlag für die Menschenrechte.

Am 5. Dezember 2007 wurde der 21-jährige Makwan Moloudzadeh im Iran hingerichtet, er soll als 13 Jähriger Gleichgeschlechtlichen Sex gehabt haben. Zwei Monate nach seiner Hinrichtung wurden Hamzeh Chavi und Loghman Hamzehpour verhaftet, gefoltert und zum Tode verurteilt, neben Loghman und Hamzeh warten etliche andere Personen im Iran auf ihre Todesstrafe. Im Iran steht Homosexualität bei Männern unter Todesstrafe, bei Frauen liegt die Höchststrafe bei 100 Peitschenhieben. Ein neues Gesetz ermöglicht es auch Blogger_innen die „Atheismus und Prostitution verbreiten“ hinzurichten. Laut IRQO (Iranian Queer Organization) stellt dieses neue Gesetz auch eine Bedrohung für LBGTQ*-Aktivist_innen dar. Im März letzten Jahres wurden etliche Blogger_innen aufgrund dieses Gesetzes verhaftet.
LGTB*_Personen im Iran leben in ständiger Angst vor Übergriffen, Gefängnisstrafen oder Mord. Im Zuge der letzten Repressionswelle, nach den iranischen Wahlen, flohen etliche LBGTQ*-Aktivist_innen in die Türkei.  Menschenrechtsorganisationen berichten, dass im Iran seit 1979 mindestens 4000 Menschen als Homosexuelle hingerichtet worden sind. Laut Human Rights Watch warten derzeit mindestens fünf Personen auf ihre Todesstrafe.

Seit Juli 2008 sind in der Türkei, Morde an acht Schwulen Männern und an drei transsexuellen Personen dokumentiert worden. Am 11. April 2009 wurde Melek D., eine transsexuelle Person, in Ankara erstochen. Ein Monat zuvor wurde die LBGTQ*-Aktivist_in Ebru Soykan in Istanbul ermordet, nachdem sie mehrere Morddrohungen erhalten hatte. Ahmet Yildiz, wurde im November 2009 in Istanbul auf offener Straße von seinem Vater erschossen, weil er sich offen zu seiner Homosexualität bekannte. Solche „Ehrenmorde“ sind in der Türkei keine Seltenheit, meist geschehen sie jedoch im Verborgenem.  Es gibt zahlreiche Verfahren gegen LBGTQ*-Vereine. Auch gegen Lambdaistanbul, gab es ein Verbotsverfahren, wegen "Obszönität und Unzucht", da im Vereinsstatut „lesbisch, schwul, bisexuell, transvestitisch und transsexuell“ als Ziele des Vereins genannt sind, was angeblich gegen die allgemeine Moral der türkischen Gesellschaft und gegen die türkischen Familienstrukturen verstoßen soll. Das Verbotsverfahren wurde glücklicherweise im Mai 2009 aufgehoben. Seit Februar 2010 ist die Black Pink Triangle Association aus Izmir von einem Verbotsverfahren betroffen.

And now?


Auch wenn es in Österreich und anderen vermeidlich aufgeklärten„westlichen Staaten“ keine massive staatliche Repression gegen LBGTQ*-Personen mehr gibt, bedeutet dies nicht die Abwesenheit von Homo-, Bi- und Transphobie. Diese Unterdrückungsverhältnisse, sind nach wie vor stark in gesellschaftlichen Strukturen, Normen und Institutionen verankert und stellen tagtäglich eine Bedrohung dar. Sie formen und bestimmen noch immer täglich die Unfreiheit. In einem leben in Freiheit kann es keine Homo-, Bi- und Transphobie geben.

Move your ass and fight against ... sexism, transphobia, homophobia, capita- lism, antisemitism, racism, fascism, natio- nalism, (hetero-)normativity, religion...


Regenbogenparade
am Samstag den 3. Juli 2010. Start ist um 14 Uhr beim Stadtpark.
Weiter geht es über die Ringstraße, vorbei an Urania, Schwedenplatz, Ringturm, Börse, Universität, Rathausplatz, Parlament und Oper bis zum Schwarzenbergplatz.

 

Beitrag der GAJ Wien

 

Wohin gehen die Grünen?

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Bullet Gesellschaftskritik

Basisdemokratie ist zum lästigen Prinzip verkommen, Migration soll durch ein Punktemodell beschränkt werden, einer Koaltion mit der ÖVP wird „Charme“ attestiert, ... Sind die Grünen noch zu retten?

Politik als Selbstzweck?

   

Rettet die Heimat!

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Bullet Ökologie

Geschrieben von: Astrid Hanisch

Warum der Umweltschutz als politisches Themenfeld nicht an sich emanzipatorisch ist und aus welchen Anschlusschstellen die „Neue Rechte“ zwischen Querfrontstrategien und „Umweltschutz als Heimatschutz“ wählen kann.

Fortschritt in die Tradition?

   

Das Post-Abortion-Syndrom – Eine Erfindung radikaler AbtreibungsgegnerInnen

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Bullet Feminismus, Antisexismus und Gender

Geschrieben von: m

Unter Post-Abortion-Syndrom versteht der Abtreibungsgegner/die Abtreibungsgegnerin diverse psychische sowie psychosomatische Krankheitserscheinungen als deren Ursache ein vorangegangener Schwangerschaftsabbruch angeführt wird. Ginge es nach jenen AbtreibungsgegnerInnen, litten 80% der Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch an diesem sogenanntem Post-Abortion-Syndrom, dem mit Hilfe verschiedenster „Studien“ ein wissenschaftlicher Anstrich verpaßt werden soll.

Über einen oft zitierten Mythos

   

Fight fascism - day by day!

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Bullet Antifaschismus

Vor mehr als 60 Jahr befreiten die Alliierten Österreich vom nationalsozialistischen Terrorregime. Während es bis zur Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955 zu Verurteilungen von österreichischen TäterInnen und der Einführung von Entschädigungsgesetzen kam, war kurz darauf nur noch wenig von staatlichem Antifaschismus zu bemerken.
Bereits 1948 erklärte der damalige Innenminister Oskar Helmer in der Parlamentsdebatte zur Entschädigung jüdischer Opfer des Nationalsozialismus, er sei „dafür die Sache in die Länge zu ziehen“.
Dass es bis heute keine wirklich befriedigende Gesetzeslage gibt, zeigen die Debatten in den letzten Jahren, zur Rückgabe von geraubten Kunstwerken.

Für eine antifaschistische Praxis

   

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